Statement eines Ehemaligen 2

Ecks Überheblichkeit kennt allerdings keine Grenzen. Geärgert habe ich mich oft über die Tatsache, dass stundenlanges Mühen, wie z.B. ein Angebot für eine Parteiwerbung, das ich für die Bundespartei eingeholt hatte, Eck in meinem Beisein als seine Leistung den Landesvorsitzenden verkaufen wollte und dergleichen in wiederholtem Falle. Seine „Verdienste“ sind sehr sehr überschaubar, auch die Erstellung einer ZeitenWENDE ist nichts, wofür man sich rühmen müsste, denn jeder halbwegs gute Verleger produziert Entsprechendes an höchsten einem Tag, und zwar komplett. Ecks Standardsatz lautete stattdessen (Bsp.): „Leider sind wir auf Grund innerparteilicher Vorkommnisse zeitlich in Verzug gekommen, dass für ca. zweieinhalb Wochen die Parteiarbeit praktisch zum Erliegen kam. Deshalb müssen wir Euch zum Abgeben der Beiträge leider drängen, weil wir das Erscheinungsdatum der ZW 37 einhalten möchten.“

Kurz vor ZW 37 hatte es den Antrag aus dem LV Hessen gegeben, sich über das Regenbogenlogo (zu dem ich viele Seiten verfasste, und zwar dergestalt, dass selbst einem Kind klar werden musste, dass jedes andere Parteiabzeichen ein besseres wäre, als ausgerechnet ein halber Regenbogen) noch einmal Gedanken zu machen. Wenn durch ein paar Zeilen wie diese ein „Eck und seine Helfershelfer“ schon zum Erliegen kommt – Ja was, wenn wirkliche und gewichtige Aufgaben an den Bundesvorstand herangetragen würden? Dass die Zuarbeiter der ZeitenWENDE „gedrängt“ werden, und das dann aus fadenscheinigen Gründen, ist Dauerzustand, und für eine Führungskraft bei einer solchen Argumentationsmethodik eigentlich mehr als nur beschämend. Als ich davon hörte, dass Ingeborg Holst von ihrer – bis dato fest eingeplanten – Kandidatur zur 2. stellvertretenden Vorsitzenden (wegen Disput mit Eck) keinen „Gebrauch mehr machen wollte“, hatte ich mich entschlossen, mich auf dieses Amt hin „zu bewerben“, gerade weil die „bereits Eingeschlafenen“ (im Ganzen betrachtet = der gesamte Bundesvorstand) mir keine Möglichkeiten gegeben hatten, dieser Partei zu helfen, und ich hoffte, dadurch mehr Einfluss nehmen zu können. Ab diesem Zeitpunkt (man frage hierzu den damals ebenfalls anwesenden Günter S., der es im Nachhinein recht treffend analysierte), war ich für Eck Erzfeind, weil er mutmaßte ich wolle auf sein Pöstchen (das ihm sein Alles ist), was ich ja aber überhaupt nicht beabsichtigte. Abgesehen davon, haben mich die BV-Mitglieder allesamt abgelehnt, was ich als höchst verwunderlich empfand. Verwunderlich deshalb, da ich damals doch noch im guten Glauben war, sie wollten für diese Partei wohl gewiss nur das Allerbeste – was war ich für ein Träumer! Nicht nur, dass die BV-Mitglieder von Eck gegen mich aufgehetzt worden waren, ich wurde anschließend unentwegt sowohl von Eck, als auch von G. denunziert, gemobbt und beleidigt, vermutlich in deren Hoffnung, ich würde die Partei dann möglichst bald verlassen. Nur eine von mindestens 30 E-Mails mit vergleichbarer Absicht – von Eck formuliert – die er permanent durch den BV/LV-Verteiler schickte, vom 30. März 2010:

Deine E-Mail ist ein wiederholter Beweis dafür, dass Du nicht teamfähig bist, da Du konstruktive Kritik einfach in den Wind schlägst und die bewährte Arbeitsweise des Bundesvorstandes nicht akzeptieren willst. Du hast Dich an die Ausarbeitung einer eigenen HP für den LV Hessen gemacht und versucht, auch noch den LV Rheinland-Pfalz ins Boot zu ziehen. Die angestrebte „corporate identity“ ist dabei leider auf der Strecke geblieben. In einem Team arbeitet man einfach anders…

Auch Deine anmaßende Kritik über die Schriftgröße hättest Du Dir in Anbetracht meiner angegriffenen Augen (zu viel Parteiarbeit vor dem PC-Bildschirm) ersparen können. Was hat die Schriftgröße mit einem kollegialen Miteinander zu tun? Dies ist keine Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit! Ich werde sowohl Deinen „offiziellen Brief“ an Herrn Z. als auch Deine letzte Mail, bei der nicht einmal ein Gruß am Ende entrichtet wurde (wie sich dies unter zivilisierten Menschen doch wohl gehört), Deine peinliche „offizielle Weihnachtsmail“ (unten eingefügt, um Deine Erinnerung aufzufrischen) und ein Gesprächsmemo (unser vorhergehendes Telefonat) bei der kommenden Bundesvorstandsitzung unseren Kolleginnen und Kollegen vorlegen. Im erweiterten Präsidium werde ich bereits heute die Angelegenheit zur Sprache bringen.

Vielleicht wäre es das Beste, wenn Du ohne eine Begründung von Deinem Posten im Bundesvorstand zurücktreten und Stillschweigen über diese peinliche und zeitstehlende Auseinandersetzung bewahren würdest, da ich andernfalls gezwungen wäre, bei diesbezüglichen Anfragen aus der Parteibasis oder dem Landesvorstand Hessen auf oben bereits erwähnte Schreiben und Dein Verhalten in dieser Angelegenheit näher einzugehen.“

Nur zum Verständnis: Ich hatte zuvor Ecks Schriftgröße (Arial 30!) kritisiert, denn es ist im Internet Usus, sein Schreien mit großer Schrift zu artikulieren, was Eck selbstverständlich auch beabsichtigt hatte.

Was ein Corporate Identity (CI) ist, könnte ich Eck erklären, er hat den Begriff bestenfalls irgendwann einmal aufgeschnappt, aber was er tatsächlich bedeutet, weiß Eck definitiv nicht. Die Behauptung ich habe einen anderen Landesverband in irgendein Boot mit hineinziehen wollen, ist eine bodenlose Unverschämtheit, weil es den Tatsachen in keiner Weise entspricht. Meine von Eck als „peinliche Weihnachtsmail“ bezeichneten Zeilen an die Vorstandsmitglieder (BV/LV) sah ich als notwendig an, da bis zum 24.12. kein Wort eines Grußes zum Fest oder zur Jahreswende von keinem Bundesvorstandmitglied versandt worden war, wofür ich mich schämte. Meine Mail hat, abgesehen von dem widerlichen In-den-Dreck-ziehen des Bundesvorsitzenden, ausnahmslos (!) und nachweislich sehr positive Reaktionen hervorgerufen, manchmal sogar mit Verknüpfungen einer Kritik an Eck seitens Mitglieder, die ich überhaupt nicht kannte. Ich könnte jetzt auf über 100 Sachverhalte eingehen, die mir Anlass zu ernstem Hinweis auf die nicht vorhandenen Leistungen des Gesamtbundesvorstands gaben, doch es wäre müßig, zumal jeder, der einen halbwegs klaren (Durch-)Blick hat, es genauso sehen muss (müsste), wie ich es erkennen konnte.

Was nach Ecks mir gegenüber vermittelten Drohungen folgte, war das Bespitzeln und das Mobben all jener, die an meiner Seite gute Parteiarbeit leisteten, allen voran Rita Ridinger, die – wie jeder inzwischen weiß – von Eck ihrer Funktion enthoben wurde – ohne dass es einen Aufschrei in der Partei gegeben hätte. Es gab ein ständiges Drängen und Erpressen nach Rechtfertigungen, quasi Belästigungen, die so unnötig gewesen sind, wie der Kropf des Bayern.

Da ich (zumindest) Beisitzer im Bundesvorstand (und Mitglied in „weiteren Partei-Gremien“) war, konnten die „Verschworenen“ mich nicht bei jeder Abstimmung umgehen, weil ihnen klar gewesen sein muss, ich würde es bei Bekanntwerden anprangern, vielleicht sogar „öffentlich“ machen. Was ich hierbei jedoch erlebt habe, ist kaum fassbar: Protokolle wurden vorsätzlich falsch niedergeschrieben (mir fällt spontan eines jener „ominösen“ Sitzungen der Grundsatzprogrammkommission ein) oder Abstimmungsergebnisse (zum Bsp. das zur M.U.T.-Medaille) wurden „gefälscht“.

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