Personalien

Nein, es ist keine Ehre, hier erwähnt und vorgestellt zu werden. Wer es in diese Kategorie ’schafft‘, ist in hervorgehobener Stellung im Dienste der ‚Tierschutzpartei‘ tätig. Berichtet wird an dieser Stelle nur über Mitglieder, die über ein tolerables Mass hinaus demokratiefern, inkompetent oder autokratisch sind oder außerhalb der Gesetze agieren. Solche Personen gibt es mutmaßlich in jeder Partei. In einer Partei von lediglich 1.000 Mitgliedern kann deren Anteil schnell überproportional hoch sein.

Jede Partei erhält einen Wahlkampfkosten-Zuschuss des Staates, der sich – wie sollte es anders sein – aus Steuergeldern speist. Dazu kommt eine Aufstockung der eingenommenen Spenden um 100% – aus Steuergeldern. Allein das ist schon ein Grund, Parteien und deren Protagonisten genau unter die Lupe zu nehmen. Seitdem auch Splitterparteien dank Wegfall der 3%-Sperrklausel in das Europaparlament gewählt werden können, ist das noch wichtiger geworden. Gerade die Splitterparteien konnten Dank fehlender Medienbegleitung autokratisch und demokratiefern agieren, ohne dass die Öffentlichkeit davon hätte Kenntnis nehmen können. Diese Lustlosigkeit einer ehemals investigativen Presse können sich politisch eher unbedeutende ‚Partei-Eigentümer‘ zu Nutze machen. Aber ohne willfährige Gefolgschaft und ohne Mitglieder, die eigene Ziele der Parteigemeinschaft vorziehen, sind solche ‚Kleinstherrscher‘ und ‚Parteieigentümer‘ nicht vorstellbar.

Die ‚Tierschutzpartei‘ wird von einer Handvoll ‚Täter‘ dominiert, was allerdings ohne eine politisch desinteressierte Mitgliedschaft, denen man mit dem Mantra, dass es doch „alles nur für die Tiere“ wäre – der dreisteten politischen Lüge überhaupt – nahezu alles ‚verkaufen‘ kann. Politisch gesehen – was für eine Partei einzig ausschlaggebend sein sollte – ist die ‚Tierschutzpartei‘ völlig unbedarft und somit aus gutem Grund nicht wählbar. Also genau genommen verzichtbar. Statt in vorhandenen und erfahrenen Parteien trotz Schwierigkeiten den Tierschutz voran zu treiben, möchte das typische Mitglied der ‚Tierschutzpartei‘ die fertige Lösung: Forderung extremer Positionen und deren Umsetzung jetzt gleich. Das ist so realitätsfern wie der weltweite Veganismus.

In der ‚Tierschutzpartei‘ sind Lösungsansätze, alternative Handlungsoptionen, realistische politische Forderungen, Vorstellungen einer Politik jenseits des Tierschutzes, Toleranz gegenüber allem, was nicht vegan ist und klaren politischen Perspektiven, die auch Kooperationen und Zweckgemeinschaften einschließen, nahezu unbekannt. Ein Beharren auf Extrempositionen ist kontraproduktiv.

So gerne Parteien Inhalte ‚verkaufen‘ möchten, gewählt werden Personen. Über die wird an dieser Stelle berichtet.

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