Streitgespräche

Die Redaktion bekam heute kommentarlos eine Mail mit folgendem Inhalt weitergeleitet:

Betreff: Ihre Frage an Nancy Streit (Tierschutzpartei) Von: moderation@abgeordnetenwatch.de Datum: 23.05.2014 14:37 An: m******@***.de

Guten Tag Michael M.,

Ihre Frage an Nancy Streit (Tierschutzpartei) ist nun für alle Besucherinnen und Besucher auf abgeordnetenwatch.de öffentlich. Unter dem folgenden Link können Sie Ihren Beitrag einsehen: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/nancy-streit/question/2014-05-23/7973

Das wollte die Redaktion natürlich genau lesen und klickte den uns zugesandten Link an. Das Ergebnis spricht für sich:

Die Seite die Sie angefordert haben existiert leider nicht. Wir haben für Sie eine Suche nach den Begriffen „profile nancy streit question 2014 05 23 7973“ durchgeführt.

Die Frage musste ja wirklich böse gewesen sein, dass Frau Streit sich nicht streiten mochte. Wir baten um Zusendung der Frage. Michael M. war selbst überrascht, von uns lesen zu müssen, dass alle Recherchen nach Nancy Streit, Listenplatz 4 der ‚Tierschutzpartei‘ nun plötzlich auf abgeordnetenwatch.de nicht mehr auffindbar war. Aber was war so unerhört? Michael M. gab an, dass ein Fragesteller sich nach rechtsradikalen Tendenzen innerhalb der ‚Tierschutzpartei‘ erkundigt habe und dabei die Affäre um Harald von F. ansprach, dessen rassistische Rundmail zu Ostern 2013 für einen Eklat sorgte. Frau Streit antwortete wahrheitswidrig, dass gegen Harald von F. ein Parteiauschlussverfahren des Bundesvorstands laufe, sie aber keine Angaben dazu machen könne, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei. Zur Flucht hatte wohl das Nachhaken von Michael M. geführt, der eine nach Meinung der Redaktion sehr sachliche Frage stellte:

„Als ehemaliger Landesvorsitzender des Landesverbands Berlin muss ich die Frage nach Harald von Fehr erneut stellen, wenn auch mit Zusatzerklärung: Seinerzeit stellten lediglich die Landesvorstände Sachsen-Anhalt (inzwischen komplett aus der Partei ausgetreten) und Berlin (inzwischen komplett aller Ämter enthoben) einen Antrag auf sofortige Amtsenthebung und Parteiausschlussverfahren, dass bis heute NICHT eröffnet wurden. Der Bundesvorstand stellte in der Person des Bundesvorsitzenden lediglich einen Antrag auf Amtsenthebung von 6 Monaten, der wegen Verfahrensfehler abgewiesen wurde. Sonst passierte aber nichts. Frau Streit, wie erklären Sie sich als Mitglied und Vertreterin einer vorgeblich linken Partei, dass nach einer ‚Schamfrist‘ von wenigen Monaten Herr von Fehr wieder als Landesvorsitzender im Amt ist und definitiv keine weiteren Anträge dem Bundesschiedsgericht vorliegen?“

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