Harald von F.

Eine besonders schillernde Gestalt im Reigen der ‚außergewöhnlichen Mitglieder‘ ist sicher Harald von F. Der Landesvorsitzende des LV Thüringen in der sich nach außen gern als ‚links‘ darstellenden ‚Tierschutzpartei‘ ist in Thüringen als streitbarer ‚Prozess-Hansel‘ bestens gelitten. Mit dem Versand eines etwas anderen ‚Ostergrußes‘ hat der Islam-Hasser von Fehr sogar innerhalb der ‚Tierschutzpartei‘ für Aufregung gesorgt. Zu Gute halten muss man von Fehr, dass so immerhin die regionale Presse auf die ‚Tierschutzpartei‘ aufmerksam wurde. Warum dieser ‚Ostergruß‘ die Gemüter erhitzte? (Die Haltung des Harald von F. zu ‚Ostergruß‘ und Folgen finden sich HIER in peinlicher Deutlichkeit):Mail_30-03-2013-02 Mail_30-03-2013-03

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Katharina König, Abgeordnete für die Fraktion ‚Die Linke‘ im Thüringischen Landtag, meint dazu folgendes:

„Diese perfide Grundhaltung mit rassistischen Klischees offenbart deutlich, wie unter dem Deckmantel einer vermeindlichen Tierliebe und der Interessen des Tierschutzes Fremdenfeindlichkeit geschürt werden soll. Da durch die Anspielungen offenkundig zur Diskriminierung von Menschen einer bestimmten ethischen oder religiösen Herkunft aufgestachelt werden soll und bestimmte Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig mit verächtlichen Äußerungen überzogen und verleumdet werden, habe ich die Staatsanwaltschaft Gera um Prüfung der Strafbarkeit nach Paragraph 130 gebeten.“

Dann folgt eine Ergänzung der Online-Publikation publikative.org, inklusive der anschließenden Diskussion HIER nachzulesen:

Der Landesvorsitzende der Thüringer Tierschutzpartei ist in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit der rechten Szene auffällig geworden. So soll er nach Angaben von König in mehreren Ausgaben einer Zeitschrift von Thüringer Neonazis (‚Der Rennsteigbote‘) als Autor mitgewirkt haben und namentlich erwähnt werden. Heute wird die Zeitschrift offiziell von der Thüringer NPD bzw. dessen Kreisverband Gotha herausgegeben.

Das sich Harald von F. unermüdlich für Tierschutz in Theorie und Praxis einsetzt, ist unbestritten. Wenn er dies in einem Verein oder als Einzelkämpfer tun würde, könnte er sich – auf eigenes Risiko im Ansehen seiner Person – äußern, wie und wo immer er mag. Als Repräsentant einer politischen Partei aber – zumal einer, die sich gern als ‚links‘ ausgibt – sind solche Äußerungen und Publikationen ein Unding. Das Verhalten eines Bundesvorstands, der halbherzig eine Ordnungsmaßnahme beantragt und angeblich die eigene Satzung nicht gekannt haben will, auch. Dass die Verhängung einer Sofortmaßnahme wie eine sofortige Amtsenthebung mit dem Ruhen aller Mitgliedsrechte an ein Parteiausschlussverfahren gekoppelt ist, muss sogar dem Pleiten-Pech-und-Pannen-BUVO geläufig gewesen sein, im Falle des Berliner Landesvorstands einige Monate zuvor jedenfalls war dieses Wissen noch vorhanden.

So drängt sich der zwingende Verdacht auf, dass hier ein Antrag so gestellt worden ist, dass er nach außen als ’spontane Reaktion‘ mit ‚angemessener Härte‘ gegen von Fehr auf Grund seiner in der Außenwirkung verheerenden Publikation reagierte, dies aber so, dass von F. ungeschoren bleiben musste. Ein ‚falsch‘ gestellter Antrag mit Kalkül, zumal es ein Leichtes gewesen wäre, ihn erneut und korrekt zu stellen!

Bemerkt werden muss hierzu, dass die Landesverbände Berlin und Sachsen-Anhalt sowie einzelne Mitglieder der Partei jeweils unabhängig voneinander Anträge auf sofortige Amtsenthebung UND Einleitung eines Parteiausschlussverfahren korrekt und fristgerecht eingereicht hatten. Diese aber wurden durch weisungsgebundene, befangene und abhängige Schiedsgerichte bis heute (!) nicht einmal bearbeitet.

Auf der Plattform ‚abgeordnetenwatch.de‘ wurden den Kandidaten der ‚Tierschutzpartei‘-Wahlliste Carsten Molitor (Listenplatz 2) und Nancy Streit (Listenplatz 4) jeweils eine Frage zum Thema ‚Harald von F.‘ gestellt. Während wider besseren Wissens die Frage von Richard K. ausweichend beantwortet wurde, blieb die mit internen Informationen angereicherte Frage des ehemaligen Landesvorsitzenden des LV Berlin, Michael M., unbeantwortet. Nancy S., zusätzlich Landesvorsitzende des LV Sachsen-Anhalt UND Kassenprüferin in Personalunion, beantwortete die Frage inhaltlich nicht, sondern nutzte die jeweiligen Antworten für Wahlpropaganda bzw. Angriffe auf den ehemaligen Partei-Kollegen, die nichts mit der Frage zu tun hatten.

Das ‚Fall von F.‘ hatte in der Außenwirkung durchaus negative Folgen, für Stefan Eck und ’seinen‘ Bundesvorstand kam er jedoch gerade Recht: Aufgrund der wegduckenden Haltung des BUVO verließen der komplette Landesvorstand Sachsen-Anhalt sowie weitere 12 Mitglieder die Partei, darunter auch Peter B., von Anfang an dabei und Gründer des Landesverbands Sachsen-Anhalt. Für Stefan Eck war damit  eine weitere Gruppe ‚Störer‘ und ‚Schädlinge‘ eliminiert.

Quellenangabe:

Es geht hier nicht darum, was publiziert wurde, sondern wo und in welchem Ton – was besonders für den Artikel über das mit Recht umstrittene Schächten geht, dass unbestritten nur unter Betäubung vorgenommen werden dürfte. Es geht darum, dass ein Repräsentant einer Partei  darauf zu achten hat, die Partei und deren Mitglieder gegenüber einer Öffentlichkeit in einer Art und Weise zu repräsentieren, die einer Umsetzung ihrer Ziele auf politischem Wege – also mit Unterstützung möglichst zahlreicher Wählerstimmen – förderlich ist. Wer dazu nicht in der Lage ist, hat an der Spitze eines Landesverbands – möglicherweise auch innerhalb der Mitgliedschaft – einer Partei nichts zu suchen. Ein Bundesvorstand, der ein solches Verhalten toleriert und eigene ‚Feigenblatt-Aktionen‘ selbst unterläuft, allerdings auch nicht!

Harald von F. soll auch 2008 und 2009 als Gastautor im Rennsteigboten veröffentlicht haben. Leider waren die Online angebotenen Ausgaben – welch Zufall – unvollständig:

  • Jahrgang 4 / Ausgabe 2 / 2008 – es fehlen die Seiten 2 und 3,
  • Jahrgang 5 / Ausgabe 1 / 2008 – es fehlen die Seiten 2 und 3,
  • Jahrgang 5 / Sonderausgabe / 2009 – es fehlen die Seiten 2 und 3,
  • Jahrgang 3 / Ausgabe 3 / 2009 – es fehlen die Seiten 2 und 3.
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