Mediendesaster 2

An statt das SPIEGEL-Desaster klammheimlich, still und leise im Anus der Geschichte verschwinden zu lassen, schafft es Stefan Eck erneut, der schlechten Tat eine schlechtere folgen zu lassen. Während ein bemühter Fan versucht, die wogen zu glätten und zu beschwichtigen, in dem er das leere SPIEGEL-Interview NICHT verlinkt, bewirkt das linksche Posting eher das Gegenteil. Darum darf das nicht vorenthalten bleiben – was auch anderswo, wie zum Beispiel im Blog ‚Chaosimkosmos‘:

Eckhard K.
2. Juni um 13:45
BETRIFFT INTERVIEW DES PARTEICHEFS DER MUT IM SPIEGEL
Weils alle es mir per PN schreiben:
JA – ich kenne das Spiegel Interview mit dem Parteivorsitzenden der MUT
NEIN – ich bin darüber nicht glücklich
NEIN – ich poste und share das nicht
GRUND – Ich gehe von einem einmaligen extrem dämlichen Zusammentreffen verschiedener Umstände aus und beurteile Menschen nach dem was sie langfristig bewegt haben und nach dem wovon ich überzeugt bin, was
sie bewegen werden, wenn sie die Gelegenheit dazu erhalten.

Meiner Meinung nach ist das alles extrem blöd gelaufen, aber Stefan Eck und die MUT sind DIE Chance für die Strassentiere in Osteuropa und nicht nur die, und wir sollten jetzt mal alle Gas geben, ihn dabei zu unterstützen, so viel wie möglich von dem umzusetzen, was auf der Agenda steht.

Und wir sollten ihm alle Hindernisse aus dem Weg räumen und einzelne Hindernisse nicht vor ihm auftürmen indem wir auf Public-Relation-Fehler immer wieder hinweisen, sondern dafür sorgen, daß die anerkannten Leistungen und Vorsätze in der Öffentlichkeit gesehen werden und damit gleichzeitig dafür, daß die skurilen Dinge, die vielen kleineren Parteien anfangs passieren können, nicht auch noch in immer grösserer Runde geteilt und diskutiert werden.

Ich jedenfalls halte Stefan Eck den Rücken frei, sich mit der Zukunft aktiv zu beschäftigen anstatt jetzt tagelang nur auf dieses eine Interview reagieren zu müssen und somit Kräfte an Stellen zu binden, an denen nichts zu ändern ist…

Wer Aktion und Reaktion genau betrachtet, wird schnell bemerken, dass Posting und Stellungnahme passen, wie abgesprochen – mit Werbekaufmann Stefan Eck. So kann ein Statement lanciert werden, ohne dass es als allein stehende und peinliche Abwiegelung eines völlig verpatzten Medienauftritts erscheinen würde. So erscheint es lediglich als peinliche Abwiegelung eines völlig verpatzten Medienauftritts. Netter Versuch. Dennoch bemerkt auch die Redaktion von provegan.info in einem Artikel der Infothek: Die Stellungnahme von Eck ist schlimmer als das Interview.

2. Juni um 22:04 · Gefällt mir · 22

EckDachauStefan Eck

Lieber Eckhard,
zuerst einmal vielen Dank für den Beistand!
Das Problem besteht ja darin, dass die Leser/innen nicht wissen, was der junge Reporter mit mir in den 20 bis 30 Minuten gesprochen hat. Und wir haben viel gesprochen – fast schon wie in einem privaten Gespräch – sind bis in Details gegangen. Natürlich habe ich leider keinen Einfluss (es sei denn, man verweigert die Freigabe) auf die Gesprächspassagen, die ein Reporter übernimmt oder die er aus einen bestimmten Grunde eben nicht übernimmt.

Allein die erste Frage: Feiern Sie noch? Meine Antwort darauf fiel ganz anders aus. Was er übernahm, war nur der erste Satz meiner Antwort, obwohl ich ihm zu verstehen gab, dass es mir auf das ankommt, was ich ihm im zweiten und dritten Satz und einen Tag zuvor sagte. So nach dem Motto: Armer, kleine Partei, da muss der frisch gewählte Abgeordnete mit ran. Tolles Bild für die Wähler/innen, nicht wahr?
Dann die Frage bez. „Frischluft“….. wegen des Wahlwerbespots….

„Frischluft“ kommt nicht in unserem Wahlprogramm vor. Allein das Wort ist eine gezielte Verballhornung, als ob unsere Partei nichts anderes zu tun hätte, sich um die „Frischluft“ zu kümmern. Was ist eigentlich „Frischluft“…. muss sich doch auch der Leser fragen. Also: Warum ein solcher Begriff?


Und dann ging es an einem Stück so weiter…. Fleischkonsum verbieten, Jagd verbieten, Wahlwerbespot als Satire aufziehen (geht doch gar nicht, meinte er), meine Kompetenz in der Verteidigungspolitik (allein diese Antwort hätte 20 Seiten gefüllt), Verdienst als EU-Abgeordneter direkt im Anschluss daran. Da merkt doch ein Blinder, in welche Richtung es ging. Da man auf die vorletzte Frage keine plausible Erklärung abgeben kann in einem Satz, war das ja gezielt mit einem Hintergedanken. So auf der Schiene: Wenn Eck keine Ahnung von Verteidigungspolitik hat (kann er ja nicht beantworten, wäre zu lang), wofür dann die hohen Diäten….

Möglicherweise hätte das Interview auch optimaler ablaufen können, aber in dieser Hinsicht gebe ich zu bedenken, dass das Spiegel-Interview das 7. oder 8. Interview war – da leidet die Konzentration – zumal ich den Kopf alles andere als frei hatte – aufgrund der unmittelbar nach Sonntag beginnenden Verhandlungen hinsichtlich Fraktionszugehörigkeit. Dass man als Politiker auch mal der Presse Kontra geben kann, ist normal. Der Spiegel weiß jetzt, dass ich nicht in Ehrfurcht erstarre. Das war es mir wert.

Ich bin bekannt dafür, dass ich auch die Zähne zeigen kann. Und genau so will ich für die Tiere, die Umwelt und für die Menschen in Brüssel arbeiten – Presse inbegriffen. Ich bekomme jeden Tag seit der Wahl Presseanfragen und Anfragen fürs Fernsehen. Heute RTL und WDR…. vor ein paar Tagen SR und N24 … davor sogar von einem russischen Fernsehsender. Ich bin kein 0815-Politiker – will ich auch nicht sein. Damit würde ich der Sache keinen guten Dienst erweisen.

Wenn man neu im politischen Geschäft ist, muss man auch Aufmerksamkeit erregen, sonst geht man bei 751 EU-Abgeordneten unter. Mit der Verweigerung für den SPIEGEL ist man erst mal im Gespräch… (von der Redaktion gekürzt)

Und etwas später:

3. Juni um 13:56 · Gefällt mir · 13
Stefan Eck
Nein, dumm gelaufen war es nicht, sondern gezielt in eine bestimmte Richtung durch den Interviewer gelenkt. Da muss man auch den Mut haben, NEIN zu sagen. Eines kann ich versprechen: Ich bleibe am Ball!!!!

Anmerkung dieser Redaktion, die im Übrigen auch ‚am Ball bleibt‘:

  • Wird der Begriff ‚Frischluft‘ in einem Werbespot erwähnt, – Was ist eigentlich „Frischluft“…. muss sich doch auch der Leser fragen… – sollte man das auch begründen können. Wenn nicht, ist enweder der Leser dämlich, oder…
  • Es ist keine Schande einzugestehen, in einem Fachgebiet (Verteidigungspolitik) keine Kompetenz zu besitzen. Dafür sind Mitarbeiter da. Aber einzugestehen, irgendwo keine Kompetenz zu besitzen, ist Stefan Ecks Sache nicht. Also lavieren, abwiegeln, rausreden. Zumindest da ist Eck in der Politik bereits angekommen.
  • Nicht die mangelnde Kompetenz (unter anderem) in der Verteidigungsplitik wäre Grund, die Diäten des Stefan Eck zu hinterfragen.
  • Der SPIEGEL weiß jetzt, dass Stefan Eck tatsächlich ein politisches Ultraleichtgewicht ist.
  • „Ich bin bekannt dafür, dass ich auch die Zähne zeigen kann.“ – Allerdings nur denjenigen gegenüber, die es wagen, seine Selbstherrlichkeit und seinen überholten Despotismus anzugreifen.

Die Redaktion freut sich auch weiterhin auf Neues aus Straßburg bei Bullerbü.

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Veröffentlicht in Aktuelles, Bundesvorstand, Europawahl
One comment on “Mediendesaster 2
  1. […] Gerade erreicht mich die Inforamation, dass es akutell noch einen Artikel dazu gibt: https://tierschutzpartei-leaks.info/2014/06/12/mediendesaster-2/ (wie immer, […]

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