‚Tierschutzpartei‘ wird endlich demokratisch!

Nachdem bald auch die letzten aufrechten ‚Berliner‘ aus dem Amt gejagt und aus der Partei ausgeschlossen wurden oder noch werden (?), kann nun die Demokratie in die ‚Tierschutzpartei‘ einziehen. Wie das?

Harald von F., ehemaliger oder amtierender Landesvorsitzender des Landesverbands Thüringen in der ‚Partei‘ Mensch Umwelt Tierschutz hat sich nicht parteischädigend verhalten. Nach Informationen aus ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist ein Verfahren gegen Harald von F. wegen parteischädigendem Verhalten nach Versenden von einer E-Mail mit rassistischem Inhalt, dass zu einer Kleinen Anfrage vor dem Thüringer Landtag führte sowie ein negatives Echo in der regionalen Presse verursachte, eingestellt worden. Auch Publikationen in der rechtsnationalen Postille „Der Rennsteigbote“ von Harald von F. schädigen das Ansehen der Partei, die sich nach außen gerne als ‚links‘ ausgibt, offenbar nicht. Auf der Bundeshomepage kann der erstaunte Besucher unter ‚Landesverbände‚ folgendes lesen:

Der Landesverband Thüringen wird derzeit kommissarisch vom Bundesvorstand geleitet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Vorstandssekretariat, Tel.: 037468 / 5267 oder per E-Mail: sekretariat (at) tierschutzpartei.de. Sobald wie möglich, soll eine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen im LV Thüringen anberaumt werden. Interessierte möchten sich bitte an das Vorstandsekretariat wenden, damit Einzelheiten besprochen werden können.

Eine ‚kommissarische Verwaltung‘ von als ungezogen oder gar aufsässig in Verdacht geratenen Landesverbänden ist in der ‚Tierschutzpartei‘ nicht ungewöhnlich und betrifft aktuell außer Thüringen die Landesverbände Berlin und Nordrhein-Westfalen. Auch Hessen ist offenbar aktuell lediglich nicht ganz satzungskonform durch die Stellvertretende Vorsitzende Erna M. vertreten. Der Landesvorstand Berlin wurde in 24 Monaten sogar 2x nahezu komplett aller Ämter enthoben und mit Parteiausschlussverfahren überzogen.

Während hierzu für den Berliner Landesvorstand 2012 bereits das Versenden von Anträgen, die dem ‚Bundesvorstand‘ unangenehm erschienen, zur vollen Härte innerparteilicher Ordnungsmaßnahmen ausreichend waren, darf Harald von F. ungestraft öffentlich seit dem 22. Mai auf die eigene Partei einprügeln (lassen) auf der Webseite seiner ‚Unabhängigen Tierschutz-Union‘ unter dem bezeichnenden Titel (zum Nachlesen bitte anklicken…)

Die Tierschutzpartei, die Muslime, der Tierschutz

Obwohl nach Meinung der Staatsanwaltschaft Erfurt in der Ostermail des Herrn von F. aus dem Jahr 2013 ein Anstacheln zum Hass vorliegt, ist das für die ach so ‚linke‘ Partei kein Grund, auf Parteischädigung zu erkennen. Das Versenden von Anträge per Post an die eigenen Mitglieder ist da offenbar weitaus parteischädigender, zumal diese „an die Öffentlichkeit gelangen KÖNNTEN!“ (so der Bundesvorstand in seinem Antrag gegen den Berliner Landesvorstand wörtlich.

Sicherheitshalber wurden vom durchaus abhängigen Bundesschiedsgericht, das sich auch im aktuellen Vorgehen gegen die Mitglieder des Landesvorstands Berlin als völlig überfordert und inkompetent erwies, die von mehreren Mitgliedern gestellten Anträge auf sofortige Amtsenthebung und Parteiausschlussverfahren gegen den MEP und Parteivorsitzenden Stefan Bernhard Eck erst gar nicht behandelt. Auf diese Anträge wird in einem weiteren Artikel noch eingegangen.

Bundesschiedsgericht-TSP

Dieses Foto beschreibt das real existierende ‚Bundesschiedsgericht‘ der ‚Partei‘ Mensch Umwelt Tierschutz treffender, als Worte dies je könnten…

Ach ja, warum wurde die Tierschutzpartei denn nun endlich demokratisch?

Das hat sich die Redaktion auch gefragt und kam zu folgendem Schluss:

Sie wird es in absehbarer Zeit ganz sicher nicht! Vielleicht tritt sie auch aus diesem Grund bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen gar nicht erst an. Ob Tierschutz dort kein Thema ist? Die Redaktion weiss es nicht. Die Redaktion weiss nur, dass das Projekt „Unser Mann in Brüssel“ erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Für Stefan Bernhard Eck.

P.S. Der ursprüngliche Titel sollte so lauten:

Rechtsruck Teil V

Zur Erinnerung der Antrag des Bundesvorstands gegen Herrn von F., im Anschluss der skandalöse ‚Freispruch‘ des offenbar weisungsgebundenen Bundesschiedsgerichts.

BSchG_von-F_27-04-2013

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Das Urteil des ‚Bundesschiedsgericht hingegen verniedlicht Vorfall und Ergebnis zu einem harmlosen kleinen ‚Ausrutscher‘, der ein bisschen unglücklich gelaufen sei.BSchG-Beschluss_von-F_12-07-2014_00

 

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Bilder entstehen im Kopf – was für eine weltbewegende Erkenntnis. Gegenfrage: Wie dämlich muss man sein, nicht den durchaus gemeinten und bewusst provozierten Bilder zu folgen und die rassistische Provokation zu erkennen? Oder wie rechts? Darum muss sich Herr von F. nach Meinung des Bundesschiedsgerichts auch bei niemandem für irgend etwas entschuldigen, was er schließlich nicht getan hat. Obwohl die Lektüre seiner Webseite zum Thema mehr als deutlich macht, aus welchem Holz Herr von F. geschnitzt ist. Und selbstverständlich war ‚damals‘ nicht erkennbar, worum es sich beim „Rennsteigboten“ handele. Wer’s glaubt…

Vielleicht aber soll auf diesem Wege endlich die Relativierung des Holocaust durch Stefan Bernhard Ecks höchst peinliche Mini-Demo vor dem KZ Dachau unter der Überschrift „Für Tiere ist jeden Tag Holocaust“ relativiert werden, was relativ durchschaubar ist. Auch und gerade als Einleitung einer Ablehnung eines Verfahrens gegen Eck selbst.

Wer meint, dass im ‚Kampf‘ gegen Tierquälerei und Ausbeutung der Mitgeschöpfe jedes Mittel recht ist, tut weder Tierschutz noch Tierrecht einen Gefallen – außer in den Augen einiger Eiferer, die schon längst aus den Augen verloren zu haben scheinen, was Politik bedeutet. Die ‚Tierschutzpartei bedient alle negativen Klischees, die in breiten Teilen der Bevölkerung inzwischen mit dem Begriff Tierschutz verbunden werden. Warum dümpelt wohl die ‚Tierschutzpartei seit 21 Jahren (!) konsequent um die 1%-Marke bei Wahlen? Innerhalb der Partei wird diese Frage nicht gestellt. Wer dies dennoch tut, hat in dieser Partei keine Chance. Ohne diese Kritiker, ohne Diskurs, ohne demokratische Struktur, ohne Selbstkritik und Offenheit aber wird die ‚Partei Mensch Umwelt Tierschutz‘ nie eine Chance haben, irgend etwas für die Tiere zu erreichen.

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