Kritisch hinterfragt

Nun tritt Eck auch in den Medien nach der Partei, denen er seine ‚Karriere’als MEP (Mitglied des Europaparlaments) samt Bezügen verdankt. Er verbot aussichtsreichen Kandidaten die Teilnahme an Kommunalwahlen (Bayern), versuchte, eine Gegenkandidatur für den Spitzenplatz der EU-Kandidatenliste zu verhindern, was dieser mit einem laut in das Plenum gesprochenen Satz zurück wies: „Doch, Stefan, ich trete gegen Dich an!“

Das Werk war getan, der Wirt kann sehen, wo er bleibt, der kurze Ruhm – erste ‚Tierschutzpartei‘ im EU-Parlament‘ – ist futsch. Aber am Besten, man hört sich den Beitrag des Saarländischen Rundfunk einfach selbst an und bildet sich eine Meinung.

SR 3-Reporter Gabor Filipp im Studiogespräch.

Fazit: Links ist, wo der Daumen links ist!

Nachtrag: Bedauerlicher Weise ist der Beitrag inzwischen aus der Mediathek entfernt worden. Der Grund hierfür ist selbst verschuldet. So wurde Jan Zobel, Bundesgeschäftsführer der ‚Tierschutzpartei‘, in dem Beitrag als Vorstand der NPD bezeichnet. Er war aber ’nur‘ Pressesprecher. Er schrieb hierzu:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Entsetzen habe ich soeben den Beitrag „SR 3 – Zum Rücktritt von Eck als Bundesvorsitzender der Tierschutzpartei“ gehört.
Abgesehen davon, dass Sie Herrn Eck für seine einseitige und völlig falsche Darstellung der Vorgänge ein Forum bieten, ohne die Gegenseite zu hören – wird in der Sendung behauptet ich, Jan Zobel, sei Zitat „Ex-Bundesvorstand der NPD“.
Es handelt sich hierbei um eine Falschdarstellung. Ich bin niemals Mitglied im Bundesvorstand der NPD gewesen.
Ich fordere sie auf, diese Behauptung umgehend vom Netz, bzw. aus der Mediathek zu nehmen. Aufgrund der für mich existenzbedrohenden Brisanz dieser Falschmeldung muss ich auf umgehendes Handeln drängen. Ich sehe mich sonst gezwungen im Laufe des Tages, einen Anwalt einzuschalten und auf Unterlassung, Gegendarstellung und Schadensersatz zu klagen.
Meine Kontaktdaten sind öffentlich im Internet, ich verstehe daher nicht wie sie ungeprüft die Falschdarstellungen des Herrn Eck einfach übernehmen können.
Ich engagiere mich seit mittlerweile 14 Jahren gegen rechts, habe im Berliner Eulenspiegel Verlag ein Buch gegen die NPD geschrieben und an unzähligen Lesungen und Veranstaltungen als Referent teilgenommen.
Ich leite zudem in der Partei den Bundesarbeitskreis gegen rechts, wie absurd, dass nun ausgerechnet ich als Beleg für eine Rechtslastigkeit der Partei aufgeführt werde!
Bei ihren Kolleginnen vom ZDF, SWR, NDR und MDR bin ich regelmäßig zu Gast als „Experte“ und Aussteiger zum Thema Rechtsradikalismus.
Wie können sie meine Existenz und die meiner Familie so leichtfertig aufs Spiel setzen, mit einer doch relativ einfach zu recherchierenden Falschmeldung?
Ich hoffe auf ihre Einsicht und stehe natürlich gerne bei Rückfragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Jan Zobel
Bundesgeschäftsführer“

Wie gut, dass er seine eigene Expertise in Anführungszeichen setzt. Mag ja sein, dass er dem RechtsRADIKALISMUS abgeschworen hat…

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