Das Bundesvorstandspersonalkarussell

Bei der Geschwindigkeit, mit der sich das Bundesvorstands-Karussell der ‚Tierschutzpartei‘ dreht, muss sich die Redaktion langsam sorgen, dass die teilweise noch immer rechts drehenden Lager nicht heiß laufen. Zumindest den Beobachtern wird langsam übel vom Tempo der zunehmend eiernden Kreisbewegung. Was ist passiert?

buvo-tsp_23-01-2015Nichts zum Positiven. Nachdem Frau Dr. Petra K. erst als Schatzmeisterin aus dem Bundesvorstand verschwand und dann ebenso plötzlich wie erwartet die Bundesgeschäftsstelle – und somit der Sitz der ‚Tierschutzpartei‘ – in die der Bedeutung der ‚Partei‘ angemessene Weltstadt Treuen in Sachsen migrierte -, stand die ‚Tierschutzpartei‘ plötzlich ohne Schatzmeisterei da. Ein/e Stellvertreter/in gab es nicht. Dumm (weg)gelaufen.

Nun ist das Hantieren ohne Schatzmeisterei rechtlich äußerst heikel. Das erkannte nach Lektüre der Tierschutzpartei-Leaks dann auch der Bundesvorstand. Prompt tauchte Frau Dr. Petra K. wieder auf der Bundeshomepage unter Bundesvorstand wieder auf. Die etwas älteren Mitbürger kannten diese Figuren noch unter der Bezeichnung ‚Stehauffrauchen‘. Wieder musste die Redaktion der Tierschutzpartei-Leaks mit deutlichen Worten darauf hinweisen, dass es nicht möglich ist, nach Amtsniederlegung bzw. öffentlich sichtbarer Löschung aus dem Bundesvorstand (Webseite!) einfach wieder von Rücktritt zurückzutreten.

Der Diskussionsbedarf nach Lektüre des entsprechenden Artikels muss enorm gewesen sein, denn es dauerte bis zum heutigen Tage, bis Frau Dr. Petra K. erneut von der Webseite und aus dem Amt verschwand.

Die Redaktion vermutete hinter diesen Manövern eine bewußte Täuschung der Wähler und der Mitglieder, zumal nach erneuter Indienststellung der Schatzmeisterei der Tausendsassa Horst Wester, in Personalunion bereits letzter ‚überlebender‘ Bundesvorsitzender und nicht ganz sauber im Amt aufscheinender (kommissarischer?) Landesvorsitzender des Landesverbands Bayern auf der Seite ‚Finanzen‘ offenbar als Verantwortlicher zu sehen ist. Mehr Amt geht nicht. Oder doch?

Die Redaktion ist gespannt, wer sich freiwillig auf den Schleudersitz Schatzmeisterei dieser ‚Partei‘ setzen wird – wenn es denn noch etwas zu ‚meistern‘ gibt, nachdem nun KEIN Mann in Brüssel exisitert und Eck dank der Fokussierung der gesamten ‚Partei‘ auf die eigene Altersversorgung die überwiegende Summe aller Mittel praktisch mit dem Titel ‚Mitglied des Europäischen Parlaments‘ (MEP) mit sich nahm.

Die Redaktion besteht zu einem großen Teil aus ehemaligen Mitgliedern, die wegen (Eck) kritischer Äußerungen und Kritik an Personenkult, Zensur, Bespitzelung, rechten Tendenzen und einer autokratischen Strukturen förderlicher Satzung mit Schimpf und Schande aus der Partei gejagt wurden – und einer kleinen Zahl aktiver Mitglieder. Die Redaktion verfügt außer Insiderwissen über ein gerüttelt Maß an Kompetenz in Sachen Politik, Recht und Tierschutz, was aber in einer ‚Partei‘ der Gleichschaltung nichts zählt. Wie erbärmlich ist es dann, wenn der Bundesvorstand nun erst nach Lektüre des verhassten ‚Leaks‘-Blogs Fehler still und leise korrigiert und die Mitglieder nur hier erfahren können, was in der Partei intern vor sich geht?

Nach außen jedenfalls ‚Business as usual‘: die ‚Tierschutzpartei‘ feiert sich selbst und vermeidet nach wie vor jede Transparenz. Ob das auf Dauer reichen wird?

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