Dilletantenstadl Düsseldorf

Die Tierschutzpartei macht Politik – so richtig lächerlich und beweist durch das Dilletantenstadl in Düsseldorf, dass die enge Kooperation mit den ‚Freien Wählern Düsseldorf‘ zwar jede Menge neue Mitglieder brachte, aber keinerlei politische Kompetzenz. Auch wenn ‚geläuterte‘ Rechte und versprengte Ex-Mitglieder von NPD, AfD und Freien Wählern inzwischen den Bundesvorstand und den Landesvorstand sowie das Bundesschiedsgericht dominieren, gibt sich die nachweislich rechtstolerante ‚Tierschutzpartei‘ noch immer als ‚links‘ und politisch kompetent aus. Wie wirkt sich dieser Anspruch auf die Realität aus?

Wie ein Artikel der ‚Neuen Düsseldorfer Online Zeitung‘ (NDOZ) und anderer Medien vom 25.1.2016 aufzeigt, eher nicht.

riesenrad-kurier_22-01-2016_02Die Fraktion Tierschutzpartei / Freie Wähler hatten einen Antrag gestellt, ein anläßlich einer Festlichkeit aufgestelltes Riesenrad wegen (angeblicher) Gefährdung von Vögeln am vorgesehenen Platz nicht aufzustellen. Das angerufene Verwaltungsgericht verwies zu Recht an die Ausschüsse zurück, was allerdings eine Einberufung des Rates zu einer Sondersitzung erforderte. All das kostet Geld, das weitaus sinnvoller hätte eingesetzt werden können. Einzelheiten im Artikel der NDOZ.

Die Ratsfraktion der GRÜNEN spendete ihre Sitzungsgelder Vereinen, die sich für das Tierwohl engagieren. Eine klatschende Ohrfeige für angeblichen Tierschützer der ‚Tierschutzpartei‘. Wem jedes Mittel Recht ist, ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen, darf sich nicht wundern, zur Lachnummer zu verkommen. Willkommen im Dschungel-Camp der politischen X-Promis:

Kommentar der Redaktion:

Wenn eine Fraktion – um überhaupt in der Realpolitik wahrgenommen zu werden – sich querulatorisch gegen Entscheidungen einer überwältigenden Mehrheit stellt und für eine bereits ohnehin verlore Sache alle Parteien gegen sich in Stellung bringt und obendrein Steuergelder verschwendet, muss sich fragen lassen, mit welcher Berechtigung  diese überhaupt im Rat sitzt. Ja ja, der freie Wille der freien Wähler. Nur grenzt es schon fast an Wahlbetrug, wenn mit den Stimmen der Wähler eine derartige Posse aufgeführt wird. Nun sind die Freien Wähler Düsseldorf (‚Lemmer-Liste‘ etc.) für ähnliche Vorstösse bekannt. Neu ist aber, das die ‚Tierschutzpartei‘ nun selbst von allen guten Beratern verlassen bei zweifelhaften Aktionen mitmischt, die allenfalls dem Ego einiger Selbstdarsteller frommen, aber bestimmt keinem einzigen Tier helfen – selbst bei einem Abbau des Riesenrades. Was Wunder, wenn auch der Verein des Reinhold Kassen, ‚Animal Peace‘, diese Posse als Bühne zur Vereinswerbung nutzt. Ob das Vorgehen der vermeindlichen Tierschützer allerdings tatsächlich Werbung war, wird sich weisen. Nicht von ungefähr ist zum Jahreswechsel eine Hundertschaft engagierter Tierschützer*innen und Tierechtler*innen aus der Partei ausgetreten – unter anderem auch die umtriebige und sehr engagierte Tierschützerin Bettina Jung aus Hamburg, die mit ihrem Austritt ihre Ämter als eine Vorsitzende der ‚Tierschutzpartei‘ (Bundesvorstand) und Landesvorsitzende Hamburg niederlegte.

Das vor dem Düsseldorfer Rathaus präsentierte Banner von ‚Animal Peace‘ / Reinhold K. / ‚Tierschutzpartei‘ präsentierte Banner ‚Tiere zum Vergnügen – Kein Vergnügen für Tiere‘ entpuppt sich 1) als inhaltlich fehl am Platze und 2) als hohle Phrase:

  1. Es geht bei einem Riesenrad nicht um das Vergnügen an oder durch Tiere (dass man das hier auch noch erklären muss…) und
  2. Kein Vergnügen für Tiere sind auch die von Mitgliederrn der ‚Tierschutzpratei‘ und ‚Animal Peace‘ genutzten PKW, deren Eigernheime, Flugreisen, dezentralen Einkaufshallen, die dahinter stehende Logistik, ja, menschliche Siedlungen per se – inklusive deren Bewohner in überwiegender Mehrheit. Da wir uns diesen Planeten aber nun einmal mit Tieren teilen müssen / dürfen und diese mit uns, geht es darum, das Zusammenleben für beide so erträglich wie möglich zu gestalten. Da gibt es nun wirklich bedeutendere Betätigungsfelder als das Verhindern eines Riesenrades in der Düsseldorfer Innenstadt, in der dort lebende Tiere schon lange an das dortige Treiben angepaßt sind.

Die Posse um das Riesenrad kostete den Steuerzahler etwa 5.000,00 bis 6.000,00 €. Die Grünen spendeten das ihnen zustehende Sitzungsgeld Vereinen, die sich aktiv um Tierschutz verdient machen. Von der Fraktion ‚Tierschutzpartei‘ / Freie Wähler ist dies nicht bekannt.

Ein weiterer Kommentar stammt von

Jörg Philippi-Gerle (Express)

Besonders aufschlussreich die (Nicht)Erklärungen des Bundesvorsitzenden Matthias Ebner zum Thema sowie seine Nichteinlassungen zum Thema Rechte in der Tierschutzpartei.

 

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