Potemkinsche Politik

Der Bundesvorstand der ‚Tierschutzpartei‘ scheint in der Politik angekommen. Zum Beispiel Matthias Ebner, der unbefangen auch schon mal mit einem Herren posierte, zu dem ein Verfechter ‚linker Politik‘ (O-Ton Ebner) eher auf Abstand gehen sollte (siehe Artikel ‚Rechtsruck Endlosschleife‘). Aber angekommen?

Ja. Dafür gibt es Indizien.

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  • Koalitionen, egal, mit wem, egal, ob auch nur im Entferntesten mit dem Monothema ‚Tierschutz‘ befasst, oder nicht – siehe ‚Freie Wähler Düsseldorf‘, denen sogar die Bundesvereinigung der Freien Wähler die Aufmerksamkeit verweigern. Wen wundert’s. Was aber mit dem regierenden Bundesvorstand (BuVo) der ‚Tierschutzpartei‘ 2015/2016 kein Problem ist und sogar zur Dominanz der Freien Wähler Düsseldorf in BuVo und Landesvorstand NRW gereichte, wurde dem damaligen BuVo-Mitglied und Eck-Rivalen Volker Arndt zum Verhängnis – Rauswurf nach einem zum Tribunal missbrauchten Bundesparteitag (siehe Mobbing gegen ein gewähltes und kritisches Bundesschiedsgericht – hierzu der Artikel ‚gleichgeschaltet oder ausgeschaltet‚). Den ‚Freien Wähler Frankfurt‘ – es ging um eine Fraktion zur Erringung eines Sitzes im Stadtrat… – konnte allerdings nie eine rechte Unterwanderung auch nur im Ansatz nachgesagt werden. Anders in Düsseldorf aktuell.
  • Aufmerksamkeit um jeden Preis – ob durch Kapern von Privatinitiativen, ob durch Übernahme der ersten Reihe auf Demos, auch ohne je in Initiative, Organisation und Durchführung der Veranstaltung je involviert gewesen zu sein, ob durch dilletantische PR-Supergaus wie der Posse um das Riesenrad in Düsseldorf (siehe Artikel ‚Dilletantenstadl Düsseldorf‚), alle Mittel erscheinen recht. Wenn es aber zum Rohrkrepierer kommt, verklären und vernebeln.
  • ‚Politiksprech‘ – ein schönes Beispiel der Versuch eines Frank B., einfache Antworten auf präzise und sachlich formulierte Fragen zu erhalten, die jeden potentiellen Wähler interessieren sollten. Ausweichen, ablenken, schönreden. Diese vermeintlich geschickte Praxis hat allerdings bis heute zu einer ständig steigenden Zahl von politikverdrossenen Nichtwählern geführt. Und ausgerechnet bei einer Partei, die seit ihrer Gründung vor 21 (!) Jahren bei Wahlergebnissen um 1% keine Erolgsgeschichte schreiben konnte? Aber wahrscheinlich liegt es an den dummen Wählern und aufsässigen Fragern, wie Matthias Ebner deutlich macht: „Traurig, wenn (hervorragende, linke) Arbeit gar nichts zählt und man Menschen nur nach ihrer Vergangenheit beurteilt! Unmenschlich!“ (auf Facebook zu bewundern).

Wäre die ‚Arbeit‘ tatsächlich so hervorragend, wie erklären sich die Wahlergebnisse? Die Massenaustritte zur Jahreswende 2014/2015? Die Ablehnung seitens teils bedeutender Tierschützer / Tierrechtler / Organisationen (u.a. ‚Presse-Echo Tierbefreiung‚) / Vereine? Die fehlende (positive) Wahrnehmung in der Presse? Die mauen Wahlergebnisse? (Hierzu der Artikel ‚Bremer Desaster‚) Die Tatsache, das aktuell (wieder) SIEBEN (!) Landesverbände kommissarisch vom Bundesvorstand ‚regiert‘ werden?

Vergleicht man Selbstdarstellung mit Restrealität, bleibt ein kleines Potemkinsches Dorf: nette Fassaden, aber korrodierendes Tragwerk ohne nennenswerte Inhalte – und die bange Frage, wie blöd Wähler wirklich sind…

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