Warum

Mit Wikileaks fing es an. Leaks und Whistleblower veröffentlichen Interna, um auf Missstände aufmerksam zu machen, die eine Öffentlichkeit erreichen müssen, um korrigiert zu werden. Dies gilt um so mehr, wenn es keine Chance auf rechtliches Gehör gibt, wenn Kritik und Aufklärung bewusst verhindert wird, wenn es darum geht, Kundinnen, Mitglieder, Teilnehmerinnen, Kolleginnen und/oder Wählerinnen zu schützen. Whistleblower setzen sich einem Risiko aus, um umfassend zu informieren, auch unter Nennung interner Quellen. Whistleblower werden als Nestbeschmutzer missverstanden, als Verleumder in Misskredit gebracht – und sind doch oft die einzigen, die mit ihrem Tun Dinge ans Licht bringen, die ans Licht gehören.

Diese Redaktion besteht aus Whistleblowern. Wir versichern, dass alle  veröffentlichten Artikel Fakten präsentieren, die belegbar sind und durch Zeugenaussagen jederzeit auch vor Gericht belegt werden können. Wenn es sich um Vermutungen oder gar Meinungen handelt, wird dies ausdrücklich gekennzeichnet sein.

Gerade eine politische Partei hat – noch mehr als ein Verein – weit gehende Freiheiten in der Ausgestaltung von Satzung und Organisation. Gerade bei so viel Freiheit muss aber eine Kontrolle stattfinden können, dass es nicht zum Missbrauch kommt. Mitglieder und Mitglieder von Vorständen und Bundesvorstand haben oft erfahren müssen, was es heißt, in einer autokratisch geführten Partei vor der Wahl zu stehen, entweder der gewünschten Meinung, dem gewünschten Verhaltenskodex zu folgen, oder bei Kritik mit allen erdenklichen Instrumenten einer Organisation gemaßregelt zu werden bis hin zu Amtsenthebung und Parteiausschlussverfahren. Zusammen mit geschätzten Kolleginnen und Kollegen aus Landesvorständen und Bundesvorstand Berlin wurde beschlossen, für eine Erneuerung der Partei in Richtung ’normaler‘ innerparteilicher Demokratie, Offenheit, Transparenz und ernst zu nehmende politische Aussagen zu kämpfen. Da alle innerparteilichen Versuche versagt haben, erfolgt nun der überfällige Weg in die Öffentlichkeit.

Nach Jahrender Erkenntnis, dass rechtliches Gehör nahezu ausgeschlossen und eine Öffentlichkeit kaum herzustellen ist für eine fast unsichtbare Splitterpartei, haben viele verdiente und kompetente Mitglieder ihre Ämlter niedergelegt und die Partei verlassen. Erst jetzt beginnen immer mehr Ehemalige, aus dem Innern einer Partei berichten zu können, in der eine kleine Gruppe unter Führung eines in eigener Sache äußerst engagierten – vorsichtig formuliert – Bundesvorsitzenden eine bewusst desinformierte Mitgliedschaft zur Durchsetzung individueller Ziele missbraucht. Das verhöhnt die parlamentarische Demokratie. Das betrügt wohlmeinende Wähler. Das täuscht Spender, Helfer und – in letzter Konsequenz alle Steuerzahler zu deren Lasten.

Es geht der Redaktion nicht darum, eine Partei zu zerstören, die sich bei ihrer Gründung dem Tierschutz verschrieben hatte. Es geht darum, durch Herstellung einer Öffentlichkeit und Aufdeckung skandalöser Vorgänge vor allem auch Wähler und Mitglieder zu erreichen, die in der Lage sind, durch ihr Votum den Weg frei zu machen für einen tatsächlichen Neuanfang. Dieser kann aber nur gelingen mit einer Mitgliedschaft, die begreifen, wer ihnen da eine intakte demokratische Partei vorgaukelt, wer da Mitgliedsgelder verschwendet und mehr Geld für das Sponsoring von Wohlverhalten durch ‚Aufwandsentschädigungen‘ und Boni gewährt, als eine so kleine Partei mit knapp über 1.000 Mitglieder nach 20 Jahren in der Deutschen Parteienlandschaft (!) zu leisten imstande ist.

Die Redaktion lädt ehemalige Mitglieder, die enttäuscht, desillusionert, gemobbt oder zwangsentfernt die Partei verließen, ihre Erfahrungen an dieser Stelle zu veröffentlichen. Sie können dies gerne auch anonym tun. Alles, was hier veröffentlicht wird, muss allerdings auch belegbar sein und selbst der Überprüfung der Gerichte stand halten. Um die noch immer in Tierschutzpartei ausharrende Opposition zu schützen, werden keine Namen von Informanten und von Mitgliedern der Opposition genannt. Geld für Prozesse gegen missliebige Kritiker ist offenbar immer ausreichend vorhanden.

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