Antrag 3 – Zeitenwende

Antrag des Landesverbandes Berlin zum 29. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Der Bundesparteitag möge beschließen, Produktion und Vertrieb der Zeitschrift ‚ZeitenWENDE‘ einzustellen.

Begründung:

Für eine Partei mit lediglich knapp über 1.000 Mitgliedern ist Produktion und Vertrieb einer parteiinternen Zeitschrift zu teuer. Inhalte können mit wesentlich größerer Reichweite und erheblich kostengünstiger über das Internet und als Newsletter bzw. im Dateiformat PDF verbreitet werden. Wenn Mitglieder ohne Internetanschluss die Artikel erhalten möchten, kann ein Einzelversand als SW-Ausdruck erfolgen.

Auch wenn es keine aufgeschlüsselten Kosten der ZeitenWENDE gibt, kann anhand der Umlagen zu Lasten der Landesverbände und eines offenbar versehentlich im Haushalt auftauchenden Postens für Gehalt in Zusammenhang mit der Erstellung, von Kosten pro Exemplar in Höhe von mindestens 10,00 € ausgegangen werden, was bei Einnahmen von Mitgliedsbeiträgen in Höhe von maximal 48,00 € pro Jahr und Mitglied eindeutig zu viel ist.

Wesentlich sinnvoller erscheint hier eine Neugestaltung des Internetauftritts, die sich an bewährten Erfolgsmodellen interaktiver Parteiarbeit – in diesem Falle der ‚Piraten‘ – orientieren sollte mit Foren für Interessierte und Gäste, sowie Foren für Mitglieder, um direkten Austausch und direkte Kommunikation der Mitglieder untereinander sowie mit Interessierten und Gästen zum Wohle der Verbreitung von Zielen und Inhalten der Partei, zu ermöglichen. Selbst innerhalb der eher konservativen CDU gibt es mittlerweile Foren, die eine bessere Zusammenarbeit auf der einen, sowie eine bessere Außenwirkung auf der anderen Seite zeitgemäß fördern.

Eine Partei mit geringem Einkommen durch konstant niedrige Mitgliederzahl ist in erster Linie angehalten, die Außenwirkung zu professionalisieren, um die Mitgliederzahlen zu steigern und für bessere Wahlergebnisse zu sorgen. Ein internes Druckerzeugnis tut dies nicht, insbesondere dann nicht, wenn inhaltlich in überwältigender Mehrheit Tierschutz- bzw. Tierrechtsthemen abgehandelt werden, die aber nur einen Themenbereich unter mehreren abdecken. In einem Internetauftritt erheblich größerer Reichweite sollte auch und gerade im Hinblick auf bevorstehende Wahlen, die im Parteiprogramm verankerte breite Aufstellung zu allen relevanten Themenbereichen adäquat vertreten sein.

Die zu erzielende Reichweite der ‚ZeitenWENDE‘ mit den damit verbundenen Kosten steht in keinem Verhältnis zu der möglichen Reichweite plus Interaktivität und Aktualität eines redaktionell betreuten Internetauftritts bei vergleichsweise niedrigerenKosten.

Im Auftrag des Landesverbandes
Sabrina B. (stellv. Vorsitzende), Martin S. (Schatzmeister)

Stellungnahme Michael M.

Man muss die ‚ZeitenWENDE‘ nicht unbedingt gelesen haben, um zu begreifen, dass sie für eine Splitterpartei wie die TSP etwas ist, was diese Partei sich nicht leisten kann. Während in der realen Welt nahezu alle Informationen über Webseiten, in RSS-Feeds, als Newsletter oder in Form ausdruckbarer PDF kostensparend erstellt und verbreitet werden, gönnt sich die Tierschutzpartei eine kostspielige Printausgabe im A4-Format, farbig und 32 Seiten stark. Um sich zu verbessern, wurde Stefan B. Eck als Redakteur angestellt. Daraufhin sank die Anzahl der Ausgaben pro Jahr von 7-4 auf 1-3, im Jahr 2013 auf eine Ausgabe.

Daran stimmen zwei Aussagen nicht:

  1. Die Einstellung des in keiner Weise journalistisch ausgebildeten Eck verbesserte die Qualität des Blattes, da eher das Gegenteil der Fall ist, den Selbstlob und das Umdeklarieren fremder Federn auf das eigene Haupt sind keine journalistischen Meisterleitungen.
  2. Das Sinken der Ausgebenzahl/Jahr wäre ein nennenswerter Verlust.

Gerne wird von der Anhängergemeinde der Printausgabe argumentativ ins Felde geführt, dass eine Vielzahl der überalterten ‚Tierschutzpartei‘ über keinen Internetanschluss und/oder keinen E-Mail-Account verfüge. Das kann ich nur bestätigen. ABER: Eine als PDF vorliegende Online-Ausgabe kann bei Bedarf / Abonnement von den Landesverbänden oder hilfreichen Mitgliedern ausgedruckt und zugesandt werden. Wie die Einladungen zu Landesparteitagen. Besser: mit den Einladungen, da ohnehin zwei Landesparteitage im Jahr statt finden. Wo liegt das Problem? Im Gehalt Eck? Stimmt auch wieder…

Aber die Kosten sind enorm hoch. Darum wird die Mitgliedschaft über die wahren Kosten konsequent und immer wieder belogen. Wie man die Kosten klein rechnet? Das ‚Redakteursgehalt‘ sowie Versandkosten (Eintüten, mit Adressen versehen, Porto) und Nebenkosten werden nicht einberechnet, es bleiben allein die Druckkosten übrig. Eine solche Berechnung ist unredlich und verschleiert bewusst die wahren Kosten, um die Weiterführung der ‚ZeitenWENDE‘ zu rechtfertigen.

Die Berechnung des Berliner LAVO legt sehr kulant lediglich die Hälfte des Gehalts Eck (Redakteur) zu Grunde, obwohl Online-Ausgabe und Printausgabe inhaltlich nahezu identisch sind und ebenso wie die Bundeshomepage von Eck nicht selbst bearbeitet wird. Auch die Artikel stammen nur zu einem geringeren Teil von Eck persönlich. Daraus ergibt sich folgendes Bild:

  • Vier Ausgaben / Jahr: 6,88 € (Summe 1x 50 % Gehalt + 4x Druck + 4x Porto / Nebenkosten geteilt durch 4x 1.200 Exemplare),
  • Drei Ausgaben / Jahr: 7,86 € (Summe 1x 50 % Gehalt + 3x Druck + 3x Porto / Nebenkosten geteilt durch 3x 1.200 Exemplare),
  • Zwei Ausgaben / Jahr: 9,50 € (Summe 1x 50 % Gehalt + 2x Druck + 2x Porto / Nebenkosten geteilt durch 2x 1.200 Exemplare),
  • Eine Ausgabe / Jahr: 14,75 € (Summe 1x 50 % Gehalt + 1x Druck + 4x Porto / Nebenkosten geteilt durch 1x 1.200 Exemplare)

Nachzulesen auch hier…

<- zurück zur Übersicht

2 comments on “Antrag 3 – Zeitenwende
  1. […] Antrag 3 – ZeitenWENDE […]

  2. […] Antrag 3 – ZeitenWENDE […]

Kommentare sind geschlossen.

Follow on WordPress.com
Archiv
%d Bloggern gefällt das: