Offener Brief Michael M. – Teil II

Als wäre das nicht genug, musste Herr Eck einen gewissen Reinhold Kassen in den LV NRW pressen, der davon (aus guten Gründen) wenig erbaut war. Noch nicht einmal Mitglied, äußerte sich Kassen gewohnt robust etwa so: „Demokratie ist nicht so mein Ding. Ich bevorzuge klare Strukturen!“ Er erklärte der verdutzten Andrea M.-E. noch, dass er sich nicht für den Landesvorstand NRW interessiere, sondern aus dem BuVo heraus zwischen diesem und dem LV NRW vermitteln wolle. Da wurde (mal wieder) ein Posten versprochen, kein Problem, 70 Neumitglieder stehen Spalier. Rechtzeitig. Eingekauft? Die Beweislast, dass nur nach der aktiven Satzung berechtigte Mitglieder an Abstimmungen teilnehmen dürfen, liegt im Übrigen im Falle einer Anfechtung ausschließlich beim BuVo, kleiner Hinweis!

Das der Gründer und Vorsitzender von gleich drei ‚Tierschutzvereinen‘ Reinhold Kassen, kein unbeschriebenes Blatt ist, wird bei etwas Recherche schnell deutlich und hat – natürlich – mit Spenden zu tun. Aber nicht etwa nach dem Motto: Je mehr Vereine, desto mehr Tierschutz. Es ging um unerlaubte Spendenwerbung durch Ab-Vertrieb mittels Call-Center, eine rechtskräftige Verurteilung gab es auch. Quelle http://www.kanzlei-richter.com/spendensammler/lg-berlin-vorsatzdeliktshaftung-des-animal-peace-tierhof-e-v-vorstand-reinhold-kassen-wegen-belaestigender-telefonwerbung.html

Eine übliche ‚Tierschutzkarriere‘ innerhalb einer Szene, die von Zusammenarbeit zu Gunsten unserer Mitgeschöpfe so weit entfernt ist wie Deutschland von einer veganen Gesellschaft. Zumindest die Herren Kassen und Eck verstehen sich prächtig. Noch. Bis es um Macht geht. Ob das aber dem Ansehen (?) der Partei in der Öffentlichkeit zuträglich ist, darf bezweifelt werden.

Von mindestens zwei Mitgliedern weiß ich, denen ein Herr Eck die Übernahme von Reisekosten und Übernachtung durch den Bundesverband versprach, wenn sie denn nur kommen würden – und ihre Stimme ihm geben. Da gibt sich aber jemand alle Mühe der Welt, sein Pöstchen zu behalten. Und wer nicht „spurt“, darf gehen: Andrea M.-E. ausgetreten. Detlev D. ausgetreten. Die Liste der Engagierten, Fähigen und Loyalen (den Mitgliedern gegenüber, die sie ins Amt wählten) Funktionsträger, die ihre Aufgabe ernst nahmen und austraten oder entnervt ihre Ämter viel zu früh zur Verfügung stellten, ist lang. Wie lange bleibt der Rest? Ach, ich habe fast vergessen, dass es Herr Eck war, der immer wieder betonte, dass es ihm letztlich egal sei, wie viele die Partei verlassen würden. Hauptsache, die ‚Störer‘ seien weg. Wer ‚Störer‘ ist, bestimmt natürlich er und ein einiger BuVo nickt beflissen ab.

Noch wäre Zeit, sich von dem autokratischen Treiben eines Einzelnen und seinem Gefolge zu distanzieren und zur Politik zurückzukehren. Eine Weile mag es so noch funktionieren, sich mit immer drastischeren Methoden von den Mitgliedern abzuschotten, um eine imaginäre Macht zu verteidigen, wie zum Beispiel mittels einer Satzung, die einem Bundesvorstand unkontrollierbar alle Mittel von Sanktionen und Beeinflussung in die Hand gibt, die Mitgliedschaft und deren demokratisch gewählte Organe aber nahezu vollständig entmündigt. Da wird doch allen Ernstes und bar jeder Scham der Antrag gestellt, der Satzung zuzustimmen, um sie dann im Anschluss gleich an die Satzungskommission zu überweisen. Im Klartext ist das ein Eingeständnis, dass die Satzung mehr als fehlerhaft ist, also unbrauchbar. Zumindest unter demokratischen Gesichtspunkten. Das soll dann eine Satzungskommission richten, deren Mitglieder laut Satzung (in Reparatur) von denjenigen bestimmt werden, die diesen letzten Satzungsentwurf verbrochen haben. Für wie bescheuert hält uns dieser schwebend unwirksame BuVo eigentlich?

Das ist im Übrigen genau der Antrag, den der LaVo, besser, der LV NRW im Auftrag Eck stellen sollte, was der gewählte LaVo nicht zuließ. Dann wird eben ein anderer LaVo beauftragt. Wäre nur gut, hätte dieser vorher die Satzung oder den Berliner Antrag gelesen. Oder doch besser nicht? Weil da fest verankert werden soll, dass es ganz einfach sein wird, Kritiker erst mundtot zu machen und dann geräuschlos zu ‚entsorgen‘? Aber zurück zur Ignoranz: Obwohl das Landgericht eindeutig urteilte, weigert sich das so genannte Präsidium auch weiterhin hartnäckig, das Urteil des LG Berlin in seiner Konsequenz anzuerkennen. Wer meint, über dem Recht zu stehen, hat den Bodenkontakt gründlich verloren. Das nur nebenbei. Schlimmer: Ein merkwürdiges Schreiben des Bundesvorstands, von dem allerdings kaum jemand dieses BuVo etwas wusste, erreichte alle Mitglieder des Landesverbands Berlin an einem Freitag drei Tage vor der Mitgliederversammlung des LV Berlin am nachfolgenden Montag, also exakt so platziert, dass der verleumdete Landesvorstand nicht mehr antworten konnte.

Das reichlich niveaulose Geschmiere bezichtigte den Landesvorstand mehrfach und sehr leicht zu widerlegen der Lüge, der Diffamierung. Weil dieses ‚Schreiben‘ – aus gutem Grund – weitgehend unbekannt ist, habe ich es sicherheitshalber beigefügt. Als PDF, so, wie ich es bekam. Ein Rechtsklick mit der Maus fördert auch den/die Autor/in ans Licht: ‚Binemaus‘. Es wurde am Sonntag einer Telefonkonferenz verfasst mit dem Briefkopf der Bundesgeschäftsstelle. Der Bundesgeschäftsstelle I von III. ‚Binemaus‘ ist möglicherweise Sabine J. aus Treuen in Sachsen, häufig genutzter und weit entfernter Anlaufpunkt des S.B.Eck und eine der Geschäftsstellen (II?), was wiederum eine ‚Dienstreise‘ vermuten lassen könnte. Möglicherweise. Vorsichtshalber. Unterzeichnet haben dieses Schreiben Barbara N., Horst W. und Stefan Eck. In Sachsen? Rundreise? Wir wissen es nicht.

Artur K. erklärte dem staunenden Auditorium der Mitgliederversammlung auf Befragung, dass er dem Schreiben lediglich ‚den letzten Schliff‘ gegeben habe. Rekapitulieren wir: erstellt möglicherweise in Sachsen, redigiert und ‚rund geschliffen‘ mit Briefkopf der Bundesgeschäftsstelle (der einzig wahren…) von Artur K. in Berlin, und in Bayern und dem Saarland (oder doch und / oder auch) in Sachsen. Ziel: Spaltung des LV Berlin, Verunsicherung der Mitglieder, Diffamierung und Herabwürdigung des gewählten Landesvorstands. Mittel: alle, bis hin zu dreisten Lügen. Also wie gewohnt.

Auf der Mitgliederversammlung räumte dann auch Herr Kalka ein, dass meist die relevanten Entscheidungen vom ‚Präsidium‘ der Partei im BV getroffen würden und ja, dass sich an dieser ‚Praxis‘ nicht viel geändert habe, aber dass man sich ab und an schon mal die Expertise eines Beisitzers hinzuziehen würde. Wozu denn dann Beisitzer, wenn die ‚Musik‘ wie eh und je im ‚Kammerorchester‘ spielt? Wozu denn dann ein aufgeblasener BVorst. dem sachdienliches Handeln bisher eher weniger nachzuweisen war? In dem Schreiben wurde unter anderem behauptet, dass es kein Gerichtsurteil gegeben habe, da der BuVo seine Anträge auf Grund geringfügiger Verfahrensfehler zurück ziehen musste. Ach ja? Die Herren Kalka und Molitor waren zumindest sehr überrascht, zu hören, dass es nicht nur ein für den BuVo vernichtendes Urteil gab, sondern dieser BuVo auf Kosten der Partei auch noch in Berufung ging – trotz dringender Empfehlung des urteilenden Richters, dies wegen der besonderen Eindeutigkeit der Sachlage tunlichst zu unterlassen. Nein, es wurde Berufung eingelegt. Erst knapp vor Ablauf der auf Antrag der Klageseite verlängerten Einspruchsfrist ließ der BuVo die Anträge zurück ziehen. Extrakosten für den Berufungskläger Tierschutzpartei? Etwa 2.400,00 € Mitgliedergeld, insgesamt belief sich der Schaden dieses unnötigen Ausflugs vor Gericht knapp 8.500,00 €. Wenn ich jemanden ohne Aussicht auf Erfolg verklage und verliere und dann auch noch in die Berufung gehe ohne jede Erfolgsaussicht und das Handtuch werfe, wer ist denn dann Schuld am finanziellen Schaden? Nach Ansicht Ecks natürlich der zu Unrecht beklagte und das Rechtssystem. Ja nee, ist klar.

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