Offener Brief von Michael M. – Teil V

Ab wann darf man hoffen? Wer wird denn in eine der BuVo-Kommissionen gewählt / eingesetzt? Kritiker? Oder doch lieber die Linientreuen, die sich dafür aber nicht unbedingt durch den nötigen Sachverstand auszeichnen müssen? Bisher hat dieser und der vorige Bundesvorstand noch nicht bewiesen, dass er Kritik aushalten kann, da er selbst immer sehr schnell zu bezeichnen weiß, was seriöse Kritik ist und was Diffamierung.

Der Bundesvorstand, im Besonderen die namentlich angegriffenen Personen, werden sich zu den einzelnen Kritikpunkten in dem „Offenen Brief“ nicht weiter äußern, denn eine schriftliche Auseinandersetzung über die E-Mail-Verteiler ist nicht geeignet, Klarheit in die angesprochenen Sachverhalte zu bringen und den Parteifrieden zu fördern. Herr B. wartet bis heute auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit seiner Kritik.

Gut, das Sie bereits im Vorfeld darauf hinweisen, dass wir uns – natürlich – in unserer Argumentation nicht Partei schädigend verhalten dürfen – was natürlich diejenigen bestimmen, gegen die Kritik gerichtet sein könnte. Amtsenthebung, das übliche Procedere. Und, diese Frage stelle ich ganz persönlich, was meinen Sie, wenn Sie schreiben (Zitat):

„Aber wir werden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zum Wohle der Partei und im Sinne der Demokratie innerhalb der Partei zur Wehr setzen…“

Verständnisfrage: Meinen Sie damit im Sinne dieser Partei oder einer Partei? Das erschließt sich mir im Moment nicht. Zur Wehr setzen werden wir uns allerdings auch. Auch wenn wir nicht eine Parteikasse zur Durchführung sinnloser Prozesse im Rücken haben. Aber dafür jede Menge hoch qualifizierten juristischen Beistand, unabhängig, unbestechlich und in ständigem Kontakt zu uns. Wir werden wie immer zum Parteitag kommen ohne jede Absicht, zu stören. Wir werden aber sehr wohl mit der Absicht am 32. BPT teilnehmen, die Interessen des LV Berlin und aller anderen nicht oder falsch informierten Mitglieder zu vertreten, unsere Positionen – zum Wohle der Partei – deutlich zu machen und genau zu beobachten, wie ernst Sie es meinen mit Demokratie und Transparenz. Oder Ihrer eigenwilligen Interpretation. Wir werden genau registrieren, ob wieder Satzung und Recht mehr als freizügig interpretiert und uminterpretiert werden. Wir werden den BuVo an seinen Taten messen und nicht an seinen blumigen Versprechungen, den dieser Bundesvorstand hat abgewirtschaftet.

Und da wir wissen, dass Sie ohne Hemmungen von ihrem unbegrenzten Rederecht Gebrauch machen, unsere Redezeit nach Möglichkeit aber Einschränken oder Beschneiden werden, müssen wir eben den Weg eines Rundschreibens an alle Kolleginnen und Kollegen wählen, um überhaupt das Gehör zu bekommen, das uns unzweifelhaft zusteht.

Dieses Schreiben wird übrigens neben dem Versand über E-Mails auch per Post den Weg zu Ihnen finden, da der Verdacht besteht, dass unter Umständen Mails von uns, die an Adressen mit der Endung *@tierschutzpartei.de gesendet werden, ihre Empfänger möglicherweise nicht erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael M.,
Landesvorsitzender LV Berlin

P.S.: Ich wende mich an alle Landesvorstände, die sich noch daran erinnern, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen von den Mitgliedern ihrer Landeverbände gewählt wurden – auch mit dem Auftrag, Schaden von Partei und ihren Landesverbänden abzuweisen. Berlin nimmt diese Aufgabe sehr ernst. Wir genehmigen uns keine Aufwandsentschädigungen, keine Büroräume, nutzen alle eigene Computer und berechnen ausschließlich Verbrauchsmaterial. Wir belügen unsere Mitglieder und Wähler nicht. Wir arbeiten ehrenamtlich daran, für eine transparente, offene, tolerante, streitbare, demokratische, interessante und – vor allen Dingen – wählbare Partei zum Wohle von Mensch Umwelt und Tier zu kämpfen. Vielleicht sollten Sie sich auch wieder auf Ihren Auftrag zurück besinnen.

P.P.S.: Eine Frage noch. Soll da wirklich ein Kandidat für den BuVo aufgestellt worden sein, der sechs Jahre lang Mitglied der NPD war? Und jetzt ‚geläutert‘ zum Wohl der Tiere antreten möchte? Nein, oder? Obwohl, real existierendes
Demokratieverständnis…

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