Statement eines Tierrechtlers

Die Redaktion hat sich entschieden, eine Ausnahme zuzulassen und ein Statement zu veröffentlichen, dass uns mit der Bitte auf Anonymisierung überlassen wurde. Der Zusender fürchtet Nachteile in Beruf und Tierrechtsaktivitäten, wenn sein Name in Verbindung mit der ‚Tierschutzpartei‘ gebracht wird. Die Redaktion konnte einige Aussagen direkt nachrecherchieren, andere wurden durch Zeugen bekräftigt. Dennoch kann die Redaktion nur das Zertifikat „Nicht vollständig verifiziert!“ vergeben, um dem journalistischen Anspruch Genüge zu tun.

Die Tierschutzpartei bleibt ihrem Ruf treu, sich nach rechts zu orientieren

Trotz eines pseudo-linken Eigenanstrichs bleibt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, kurz Tierschutzpartei (TSP), Sammelbecken für Personen mit rechter Gesinnung. Nicht nur der Nazi Sacha Bose wurde im Vorsitz des Landesverbandes (LV) Schleswig-Holstein vom Bundesvorstand geduldet, auch der ausländerfeindlich eingestellte (erfolgreiche Ex-Boxer) Wolfgang Penzler im LV Hessen sowie der Landesvorsitzende des LV Thüringen, Harald von Fehr (angezeigt nach Paragraph 130 Volksverhetzung im Rahmen seiner Parteitätigkeit, die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt).

In Hessen ist mal wieder Christa Rust am Ruder: Sie ist diejenige, die mit dem politisch sehr rechts orientierten Wolfgang Hübner (Freie Wähler Frankfurt), der selbst die NSU-Verbrechen zu rechtfertigen versuche, gemeinsame Sache machte und dafür sorgte, dass die Tierschutzpartei zusammen mit den Rechtspopulisten bei der letzten Kommunalwahl in Hessen teilnahm. Belohnt wurde sie, indem sie anschließend zur Landesvorsitzenden gewählt wurde. Die »braune Gesinnung« zieht sich durch die ganze Partei.

Seit Jahren hat sich außerdem die Sekte Universelles Leben in der TSP eingenistet, die in Verbindung mit der »Initiative zur Abschaffung der Jagd« steht, welche wiederum von Kristine Conrad geführt wird, einem Ex-Mitglied des Bundesvorstands. Selbst der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck verteidigt seine Verbindungen zur Sekte und sonstigen buddhistischen Vereinen, gleichsam wie Bettina Jung, Landesvorsitzende in Hamburg. Die Einführung esoterischer Sektenstrukturen in der Partei wird auch durch die Zweite Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende von Bayern, Barbara Nauheimer, gefördert.

Nicht wenige Forderungen dieser Partei sind schlichtweg antidemokratisch und zeigen, welche Ausrichtung durch den derzeitigen Bundesvorstand (unter anderem ebenso vom „Dritten Vorsitzenden“, Horst Wester) gewollt ist. Eine bundesweite Partei, die nur all zu gerne ins EU-Parlament einziehen möchte, aber lediglich ein einziges mickriges Kommunalmandat als politische Leistung aufzuweisen hat, sich jedoch „im Gegenzug“ drei Vorsitzende gleichzeitig leistet, die allesamt „ordentlich abkassieren“, weil der Staat die Parteienarbeit ja „fördert“: Das muss als Groteske bezeichnet werden und gehört verboten.

Wenn man bedenkt, dass die DKP mit ihren über 3.000 Mitgliedern keinerlei Mittel aus der staatlichen Parteifinanzierung erhält und eine sehr gute Parteiarbeit betreibt, klingt es nach Hohn, wenn sich die Bundesvorsitzenden der TSP (knapp 900 Mitglieder, und der Vorsitzende Eck mit gerade mal 55 – teils gekaufter – Stimmen beim Bundesparteitag gewählt worden war) auf leichte Weise derart bereichern können. Drei Strafanzeigen gegen die Bundesvorsitzenden der TSP in Folge (die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelte) brachten keine Veränderung, die neofaschistischen Ziele von einigen Vorstandsmitgliedern (in diesem Zusammenhang müssen Astrid Suchanek und Ullrich Dittmann, Ex-LV-Vorsitzender von Rheinland-Pfalz, genannt werden) noch ausgenommen.

Ob es hierbei nun die Beschneidungsdebatte ist oder ob es um das Schächten per se geht, die TSP kann sich gar nicht genug ereifern (als ob es keine anderen „Tier-Spielwiesen“ für sie gäbe), um Volksverhetzung zu betreiben. In dieser Partei wird eindeutig und offen der Hass gegen Migranten geschürt. „Nebenbei“ trommelt sich der Bundesvorsitzende Eck gern auf die Brust, wenn er mit ganzem Stolz darüber berichtet, an der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau die Opfer der Nazidiktatur diffamiert zu haben.Petra E. Kuppinger wurde nicht nur Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz, sondern kürzlich gar zur Bundesschatzmeisterin gewählt, nachdem sie in ihrer vorhergehenden verantwortungsvollen Aufgabe als Landesschatzmeisterin „zu tief in die Kasse gegriffen“ hatte, weil Reisekostenabrechnungen eine „praktische Einnahmequelle“ darstellen (anstatt sich politisch zu betätigen), doch der Bundesvorsitzende Eck beantragte trotz Beweisen kein Ermittlungsverfahren . Sich die Tasche füllen, kennt er – eigentlich ein Hartz-IV-Empfänger – selbst zur Genüge, denn 170.000 Euro pro Jahr, über die er verfügen darf, müssen irgendwo verblieben sein! Anwaltskosten im fünfstelligen Eurobereich für seine „Verteidigung“ aufgrund der Strafanzeigen gegen ihn, trägt die Partei zusätzlich. Darüberhinaus scheinen die viele aufgetauchten Fehlbuchungen während der letzten Jahre die Mitglieder der TSP kaum zu stören. Machau und Adler, die „Söldner“ des Bundesvorsitzenden Eck, der sie gerne „seine Maulwürfe“ nennt, sind inzwischen als Geschäftsführer (ehem. Kassenprüfer) und im Schiedsgericht tätig.

Immerhin erwirkte der Berliner LV mit seiner Klage beim Landgericht Berlin ein Urteil gegen den Bundesvorstand, der sich durch die willkürliche Amtsenthebung von Landesvorstandsmitglieder mehr Macht verschaffen wollte, denn von Demokratie halten Stefan Eck und Kumpanei nicht die Bohne.

Ecks Vorstellung ist ein despotischer Führungsstil nach den Vorbildern Hitler und Mussolini. Die Austrittsbegründungen von TSP-Mitgliedern sind seit Jahren die gleichen: „Solange Stefan Eck und seine Konsorten im Amt sind, kann nicht von Parteiarbeit gesprochen werden – hier ist eine korrupte kriminelle Truppe darum bemüht, die Parteigelder unter sich aufzuteilen“. Korruption und das Dulden und Fördern brauner Gesinnung durch den Bundesvorstand der TSP führte bislang zu einigen Massenaustritten, wie im Fall des gesamten Vorstands des größten Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (Vorsitzende war Michael Siethof) sowie des beinahe ganzen – politisch recht erfolgreichen – Landesverbandes Sachsen-Anhalt (Vorsitzende war Josef Fassl).

Von staatlicher Seite allerdings geschieht so gut wie nichts.

Wo bleibt die Parteienaufsichtsbehörde, wann endlich interessiert sich einmal das Statistische Bundesamt als oberste Behörde für die kriminellen Energien in dieser Kleinpartei? Vielleicht deswegen nur nicht, weil es sich eben doch lediglich um eine „Kleinpartei“ dreht?

 

Anmerkung der Redaktion: Nachdem Frau Machau auf ihre familiäre Nähe zu einem Mitglied des Bundesvorstands angesprochen wurde, legte sie aus eigenen Stücken ihr Amt nieder.

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